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Ein Aquarell aus den späten 1850er Jahren im Besitz des Siege Museums in Petersburg
zeigt das Haus überraschenderweise ohne seine markanten Schornsteine.
Reuben Ragland war ein Mann von beachtlichem architektonischen Geschmack.
Auf ihn geht die Symmetrie der Struktur des Hauses zurück, bei der wenige aber grosse
Räume zentrale Treppenhaus einrahmen. Hohe französische Fenster, Schiebetüren, vier
Meter hohe Decken, eine riesige Porch und Seitenbalkons in Gusseisen bestimmen
den Charakter des Hauses. Kleine unbenutzte Räume und frühe Anbauten
boten reichlich Platz für gegenwärtigen 11 Bäder.
Reuben Ragland hielt Fassade und Innendekoration schlicht. Dabei orientierte er sich
an der Tradition des Klassizismus und vermied den überladenen Dekor, der typisch für
die spätere viktorianische Periode ist.
In den Folgejahren wurden weitere Villen und Häuser im italienischen Stil von den Brüdern Ragland auf angrenzenden
Grundstücken in Sycamore und Marshall Street errichtet, die noch heute dem Areal
seinen Charakter verleihen.
Nach dem Sezessionskrieg verschwand Reuben Ragland spurlos -- vermutlich aus gutem Grunde,
denn er hatte einen Teil seines Vermögens mit Sklavenhandel gemacht. Ein gewisser
Reuben Ragland wurde später in Tennessee beerdigt, aber man weiss nicht, ob er aus Petersburg stammte.
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